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Was kostet eine Cyberversicherung in der Schweiz?

Veröffentlicht: Stand: Lesezeit: 3 Min.

Die kurze Antwort

Warum es keinen verlässlichen Einheitspreis gibt, welche Angaben Versicherer prüfen und wie Schweizer KMU vergleichbare Offerten erhalten.

Belastbar vergleichen

  1. Risiko beschreiben

    Geschäft, Daten, IT-Abhängigkeiten und Sicherheitsmassnahmen vollständig erfassen.

  2. Gleiche Vorgaben

    Deckung, Sublimiten und Selbstbehalt für alle Versicherer identisch definieren.

  3. Offerten prüfen

    Prämie mit Limiten, Wartezeiten, Services und Ausschlüssen vergleichen.

Die kurze Antwort

Für Cyberversicherungen gibt es keinen verlässlichen Einheitspreis. Versicherer berechnen die Prämie anhand des konkreten Unternehmens, der gewünschten Deckung und der aktuellen Risikoprüfung. Öffentliche Preislisten oder pauschale Online-Richtwerte ersetzen deshalb keine aktuelle Offerte.

Für einen belastbaren Kostenvergleich sollten alle angefragten Versicherer dieselben Angaben und Deckungswünsche erhalten. Nur dann lassen sich Prämie, Selbstbehalt, Limiten und Ausschlüsse sinnvoll vergleichen.

Welche Angaben bestimmen die Prämie?

Typischerweise werden unter anderem diese Punkte abgefragt:

  • Jahresumsatz, Mitarbeitendenzahl und Geschäftstätigkeit
  • Länder, in denen das Unternehmen tätig ist
  • Art und Menge der verarbeiteten Daten
  • Abhängigkeit von IT-Systemen, Cloud-Diensten und Lieferanten
  • gewünschte Versicherungssumme, Sublimiten und Selbstbehalt
  • bisherige Cybervorfälle und Versicherungsschäden
  • Multi-Faktor-Authentifizierung, Backup- und Wiederherstellungsverfahren
  • Patch-Management, Endpoint-Schutz und administrative Zugriffsrechte
  • Notfallplan, externe IT-Partner und Sicherheitsprüfungen

Die Gewichtung unterscheidet sich je nach Versicherer. Eine einzelne Sicherheitsmassnahme führt deshalb nicht automatisch zu einem bestimmten Rabatt.

Warum gleiche Prämien nicht gleiche Leistung bedeuten

Die Jahresprämie ist nur ein Teil des Vergleichs. Prüfen Sie bei jeder Offerte auch:

VertragsmerkmalPrüffrage
VersicherungssummeGilt eine gemeinsame Limite oder gibt es zusätzliche Limiten?
BetriebsunterbruchAb wann beginnt die Deckung und wie lange gilt sie?
SublimitenWelche Teil-Limiten gelten für Betrug, Erpressung, Datenwiederherstellung oder Lieferantenausfälle?
SelbstbehaltGilt er pro Schaden, pro Leistung oder zusätzlich als Wartezeit?
Incident ResponseWer ist im Notfall erreichbar und welche Dienstleister dürfen eingesetzt werden?
SicherheitsanforderungenWelche Angaben im Antrag werden zu vertraglichen Voraussetzungen?
AusschlüsseWelche Systeme, Länder, Vorfälle oder bekannten Schwachstellen sind ausgeschlossen?

Eine günstigere Offerte kann im relevanten Schadensszenario deutlich weniger leisten. Entscheidend ist deshalb der Gesamtvergleich aus Prämie und Vertrag.

So erhalten Sie einen brauchbaren Kostenvergleich

  1. Definieren Sie zwei oder drei realistische Schadensszenarien, etwa Ransomware, Zahlungsbetrug oder Ausfall eines Cloud-Anbieters.
  2. Legen Sie eine gewünschte Versicherungssumme und einen tragbaren Selbstbehalt fest.
  3. Bereiten Sie die Sicherheitsangaben vollständig vor. Unklare oder widersprüchliche Antworten verzögern die Risikoprüfung.
  4. Fordern Sie am gleichen Stichtag mehrere Offerten mit identischem Anforderungsprofil an.
  5. Vergleichen Sie nicht nur die Gesamtprämie, sondern jede relevante Limite, Wartefrist und jeden Ausschluss.
  6. Lassen Sie Abweichungen schriftlich erklären, bevor Sie sich entscheiden.

Was gute IT-Sicherheit am Angebot verändert

Multi-Faktor-Authentifizierung, getestete Offline- oder unveränderbare Backups, zeitnahes Patchen und ein geübter Notfallplan können die Versicherbarkeit verbessern. Welche Wirkung sie auf Prämie, Selbstbehalt oder Vertragsbedingungen haben, zeigt jedoch nur die konkrete Risikoprüfung.

Die Versicherung ersetzt diese Massnahmen nicht. Sie überträgt einen Teil des verbleibenden finanziellen Risikos und kann je nach Vertrag Krisendienstleister finanzieren.

Wie gross ist der Schweizer Markt?

Der Schweizerische Versicherungsverband meldete für 2024 rund 67’000 Cyberpolicen für Unternehmen. Das entsprach 10,8 Prozent der Unternehmen; das Prämienvolumen lag bei CHF 172 Millionen. Diese Marktwerte zeigen eine wachsende Nachfrage, erlauben aber keine Aussage über den Preis eines einzelnen Unternehmens.

Sind Online-Rechner verbindlich?

Nein. Ein Rechner kann höchstens ein transparent beschriebenes Szenario modellieren. Er kennt weder die aktuellen Tarife und Annahmerichtlinien aller Versicherer noch sämtliche Angaben aus dem Risiko-Fragebogen. Eine verbindliche Prämie entsteht erst mit einer Offerte des Versicherers.

Cyberversicherung.ch zeigt deshalb keine erfundenen Marktpreise oder automatischen Versicherer-Rankings. Wir vergleichen aktuelle Offerten anhand desselben Anforderungsprofils.

Quellen und Transparenz

Die Beratung und Offertenvermittlung erfolgt über die BTAG Versicherungsbroker AG. Eine allfällige Courtage wird vom Versicherer bezahlt. Produktumfang und Entschädigung werden vor Abschluss offengelegt.

Häufige Fragen zu Kosten & Prämien

Die wichtigsten Antworten rund um die Kosten einer Cyberversicherung.

  1. Was kostet eine Cyberversicherung für ein kleines KMU mit 10 Mitarbeitenden?
    Dafür gibt es keinen belastbaren Einheitspreis. Branche, Umsatz, Daten, IT-Abhängigkeit, Sicherheitsniveau, Deckung, Sublimiten und Selbstbehalt fliessen in die Risikoprüfung ein. Vergleichbar wird der Preis erst mit aktuellen Offerten auf Basis identischer Angaben.
  2. Kann ich die Cyberversicherungs-Prämie senken?
    Oft ja. Versicherer prüfen unter anderem Multi-Faktor-Authentifizierung, getestete Backups, Patch-Management, Zugriffsrechte und einen Notfallplan. Wie sich einzelne Massnahmen auf Prämie, Selbstbehalt oder Versicherbarkeit auswirken, zeigt aber erst die konkrete Offerte.
  3. Lohnt sich eine Cyberversicherung finanziell?
    Das hängt vom individuellen Risiko und Vertrag ab. Entscheidend sind mögliche Betriebsunterbrüche, Wiederherstellungs- und Haftpflichtkosten sowie Deckungslimiten, Sublimiten, Selbstbehalt und Ausschlüsse. Eine Offerte sollte deshalb mit einem realistischen Schadensszenario geprüft werden.
  4. Kann ich die Prämie von der Steuer absetzen?
    Ob und wie eine Prämie als geschäftsmässig begründeter Aufwand verbucht werden kann, hängt von Unternehmen und Steuerfall ab. Klären Sie die konkrete Behandlung mit Ihrer Treuhand- oder Steuerberatung.
  5. Steigen die Prämien nach einem Schadenfall?
    Ein Schaden kann die nächste Risikoprüfung, Prämie, Selbstbehalte oder Annahmebedingungen beeinflussen. Die Reaktion ist nicht pauschal und hängt von Ursache, Umfang, Behebung und Versicherer ab.

BTAG Versicherungsbroker AG · Bern

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Offertenberatung durch BTAG Versicherungsbroker AG, Bern — FINMA-registrierter Versicherungsvermittler.

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