Cyberversicherung Vergleich Schweiz 2026: Alle Anbieter im Detail
Warum ein Cyberversicherungs-Vergleich entscheidend ist
Der Schweizer Cyberversicherungsmarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen: Das Prämienvolumen stieg 2024 auf CHF 172 Mio. — ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Wachstum sind auch die Unterschiede zwischen den Anbietern grösser geworden.
Die wichtigste Zahl vorweg: Bei einer Deckungssumme von CHF 3 Mio. für ein mittelgrosses Unternehmen variieren die Jahresprämien der Schweizer Versicherer zwischen CHF 12’000 und CHF 29’000. Das ist eine Differenz von bis zu CHF 17’000 pro Jahr — oder über CHF 85’000 in einer 5-jährigen Vertragslaufzeit. Gleichzeitig unterscheiden sich die Leistungen erheblich: Nicht jede günstige Police bietet ausreichenden Schutz, und nicht jede teure Police ist ihr Geld wert.
Laut einer Umfrage des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) aus 2024 haben nur 23 % der KMU, die eine Cyberversicherung abgeschlossen haben, vorher mehr als zwei Offerten eingeholt. Das bedeutet: Die Mehrheit der Unternehmen verschenkt potenziell Tausende von Franken — oder, schlimmer noch, hat Deckungslücken, die im Schadenfall nicht auffallen.
Dieser Vergleich gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über die acht wichtigsten Schweizer Cyberversicherer und hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Die 8 grössten Schweizer Cyberversicherer im Überblick
1. AXA — «Cyber-Versicherung für KMU und Firmenkunden»
Marktposition: AXA ist einer der grössten Sachversicherer der Schweiz und bietet seit 2017 eine eigenständige Cyberversicherung an. Besonders stark im Firmenkunden-Segment mit massgeschneiderten Lösungen.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 100’000 bis CHF 25 Mio.
- Eigenschäden: Vollständig (IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechung, Krisenmanagement)
- Drittschäden: Datenschutz-Haftpflicht, Netzwerksicherheits-Haftpflicht
- Cyber-Erpressung: Inkl. Verhandlungskosten und Lösegeld (mit Sublimit)
- Besonderheit: Integrierter Cyber-Präventionsservice mit jährlichem Security-Assessment
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 14’500–19’000/Jahr
Stärken: Breites Netzwerk an Partnern für Incident Response, starker Präventionsansatz, flexible Deckungsbausteine.
Schwächen: Relativ hohe Mindest-Selbstbeteiligung (ab CHF 10’000), Prämien im oberen Mittelfeld.
2. Zurich — «Cyber & Data Protection Insurance»
Marktposition: Zurich Insurance Group ist global einer der führenden Cyberversicherer und bringt internationale Expertise in den Schweizer Markt ein. Besonders stark bei multinationalen Unternehmen und dem gehobenen Mittelstand.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 250’000 bis CHF 50 Mio.
- Eigenschäden: Umfassend inkl. Cloud-Ausfälle (optional) und Social Engineering
- Drittschäden: Erweiterte Haftpflichtdeckung inkl. Medien-Haftpflicht
- Cyber-Erpressung: Ja, inkl. Kryptowährungszahlungen
- Besonderheit: Globale Incident-Response-Plattform mit garantierten Reaktionszeiten von 4 Stunden
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 16’000–22’000/Jahr
Stärken: Internationale Expertise, umfangreiche Deckung, exzellenter Claims-Service, flexible Sublimits.
Schwächen: Komplexe Policen-Struktur, höhere Prämien, eher auf grössere Unternehmen ausgerichtet.
3. Helvetia — «Cyber-Versicherung für Unternehmen»
Marktposition: Helvetia hat 2019 eine vollständig überarbeitete Cyberversicherung lanciert und sich seitdem als solider Mittelfeld-Anbieter positioniert. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 50’000 bis CHF 10 Mio.
- Eigenschäden: Standard-Deckung inkl. Betriebsunterbrechung (max. 180 Tage)
- Drittschäden: Datenschutz- und Netzwerk-Haftpflicht
- Cyber-Erpressung: Ja, mit Sublimit
- Besonderheit: Kombinierbar mit der Helvetia Business-Versicherung für Paketrabatte von bis zu 15 %
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 13’000–17’500/Jahr
Stärken: Attraktive Prämien, gute Kombinationsmöglichkeiten, solider Deckungsumfang, dreisprachiger Service (DE/FR/IT).
Schwächen: Deckungssummen auf CHF 10 Mio. begrenzt, weniger Erfahrung mit Grossschäden, Incident Response teilweise über externe Partner.
4. Die Mobiliar — «CyberSafe»
Marktposition: Die Mobiliar ist die beliebteste Versicherung der Schweiz (Kundenmonitor 2024) und hat mit «CyberSafe» ein besonders KMU-freundliches Produkt entwickelt. Genossenschaftlich organisiert und stark regional verankert.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 50’000 bis CHF 5 Mio.
- Eigenschäden: Komplett inkl. Reputationsschutz und Krisenhotline
- Drittschäden: Datenschutz-Haftpflicht inkl. DSGVO/nDSG-Deckung
- Cyber-Erpressung: Ja, inkl. Verhandlungsexperten
- Besonderheit: Kostenloser CyberRisk-Check für alle Versicherten, entwickelt mit der ETH Zürich
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 12’000–16’000/Jahr
Stärken: Sehr attraktive Prämien, hervorragender KMU-Fokus, Prävention inklusive (CyberRisk-Check), guter regionaler Service durch 160+ Generalagenturen.
Schwächen: Deckungssummen auf CHF 5 Mio. begrenzt, weniger geeignet für Grossunternehmen, internationale Deckung eingeschränkt.
5. Allianz Suisse — «Cyber Protect»
Marktposition: Allianz Suisse profitiert von der Expertise der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), einem der weltweit grössten Industrieversicherer. Stark im Bereich Industrie und Gewerbe.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 100’000 bis CHF 25 Mio.
- Eigenschäden: Umfassend inkl. Betriebsunterbrechung durch Cloud-Ausfall
- Drittschäden: Erweiterte Haftpflicht inkl. PCI-DSS-Verletzungen
- Cyber-Erpressung: Ja, mit separatem Sublimit
- Besonderheit: Optionale Cyber-Betriebsunterbrechungsdeckung für Lieferkettenausfälle (Supply Chain)
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 15’000–21’000/Jahr
Stärken: Globale Expertise, umfangreiche Deckung inkl. Supply Chain, starke Incident-Response-Partner, flexible Vertragslaufzeiten.
Schwächen: Prämien im oberen Bereich, eher komplexe Antragsformulare, Mindestprämien relativ hoch.
6. Baloise — «Cyber-Versicherung»
Marktposition: Baloise hat sich als aufstrebender Player im Cyberversicherungsmarkt positioniert. Fokus auf Einfachheit und Transparenz — besonders attraktiv für digitale Unternehmen und Start-ups.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 50’000 bis CHF 10 Mio.
- Eigenschäden: Standard-Deckung mit guter Betriebsunterbrechungs-Absicherung
- Drittschäden: Datenschutz-Haftpflicht, Rechtsschutz
- Cyber-Erpressung: Ja, inklusive
- Besonderheit: Vollständig digitaler Abschlussprozess für Standard-KMU-Policen — Offerte in 10 Minuten
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 13’500–18’000/Jahr
Stärken: Schneller digitaler Abschluss, transparente Bedingungen, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Innovation (Baloise ist Mitglied bei InsurTech-Initiativen).
Schwächen: Kleineres Schadenteam als die Marktführer, Deckungssumme auf CHF 10 Mio. begrenzt, weniger Track Record bei Grossschäden.
7. Generali — «Cyber Risk Insurance»
Marktposition: Generali Schweiz bietet seit 2018 Cyberversicherungen an und positioniert sich als Spezialist für den Mittelstand. Zugang zu den Ressourcen der Generali Group (drittgrösster Versicherer Europas).
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 100’000 bis CHF 15 Mio.
- Eigenschäden: Umfassend inkl. Reputationsschaden-Deckung
- Drittschäden: Datenschutz- und Netzwerk-Haftpflicht
- Cyber-Erpressung: Ja, mit Sublimit
- Besonderheit: Cyber Risk Assessment vor Vertragsabschluss mit konkreten Verbesserungsempfehlungen und Prämienrabatt bei Umsetzung (bis zu 20 % Rabatt)
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 14’000–20’000/Jahr
Stärken: Guter Präventionsansatz mit Prämienrabatt, solide Deckung, europäische Expertise, attraktive Konditionen bei guter IT-Security.
Schwächen: Prämienvorteile nur mit Risk Assessment realisierbar, Incident Response teilweise langsamer als bei Marktführern.
8. Vaudoise — «Cyber-Versicherung»
Marktposition: Die Vaudoise ist besonders in der Romandie stark verankert und bietet eine solide Cyberversicherung mit Fokus auf KMU und Gewerbe. Genossenschaftlich organisiert.
Deckungsumfang:
- Deckungssummen: CHF 50’000 bis CHF 5 Mio.
- Eigenschäden: Solide Basisdeckung inkl. IT-Forensik und Betriebsunterbrechung
- Drittschäden: Datenschutz-Haftpflicht
- Cyber-Erpressung: Ja, Basisdeckung inklusive
- Besonderheit: Dreisprachige Schadenabwicklung (FR/DE/IT) und besonders starker Service in der Westschweiz
Prämienbeispiel (CHF 3 Mio. Deckung, mittleres KMU): CHF 12’500–17’000/Jahr
Stärken: Attraktive Prämien, guter regionaler Service (v. a. Romandie), solide Deckung für KMU, unkomplizierter Abschlussprozess.
Schwächen: Deckungssummen auf CHF 5 Mio. begrenzt, kleines Cyber-Spezialistenteam, weniger geeignet für Grossunternehmen.
Tipp: Die optimale Police hängt von Ihrer individuellen Situation ab. BTAG Versicherungsbroker AG analysiert als unabhängiger Broker alle acht Anbieter und findet die Lösung, die zu Ihrem Risikoprofil und Budget passt — kostenlos und unverbindlich.
Direkter Leistungsvergleich: Alle 8 Anbieter in der Übersicht
Deckungssummen und Prämien im Vergleich
| Anbieter | Max. Deckung | Prämie (CHF 3 Mio.)* | Selbstbehalt (min.) |
|---|---|---|---|
| AXA | CHF 25 Mio. | CHF 14’500–19’000 | CHF 10’000 |
| Zurich | CHF 50 Mio. | CHF 16’000–22’000 | CHF 10’000 |
| Helvetia | CHF 10 Mio. | CHF 13’000–17’500 | CHF 5’000 |
| Mobiliar | CHF 5 Mio. | CHF 12’000–16’000 | CHF 5’000 |
| Allianz | CHF 25 Mio. | CHF 15’000–21’000 | CHF 10’000 |
| Baloise | CHF 10 Mio. | CHF 13’500–18’000 | CHF 5’000 |
| Generali | CHF 15 Mio. | CHF 14’000–20’000 | CHF 5’000 |
| Vaudoise | CHF 5 Mio. | CHF 12’500–17’000 | CHF 5’000 |
*Mittleres KMU, ca. 100 Mitarbeitende, durchschnittliches Risikoprofil. Effektive Prämien variieren je nach Branche, IT-Security und Schadenhistorie.
Leistungsmerkmale im Detail
| Leistung | AXA | Zurich | Helvetia | Mobiliar | Allianz | Baloise | Generali | Vaudoise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IT-Forensik inkl. | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Betriebsunterbrechung | Ja | Ja | Ja (180 T.) | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja (90 T.) |
| Datenwiederherstellung | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Cyber-Erpressung | Ja | Ja | Sublimit | Ja | Sublimit | Ja | Sublimit | Basis |
| Rechtsschutz | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Basis |
| Reputationsschutz | Ja | Ja | Basis | Ja | Ja | Basis | Ja | Nein |
| Social Engineering | Optional | Ja | Optional | Ja | Optional | Optional | Optional | Nein |
| Cloud-Ausfall | Optional | Ja | Nein | Nein | Ja | Nein | Optional | Nein |
| Supply Chain | Nein | Optional | Nein | Nein | Ja | Nein | Nein | Nein |
| 24/7-Hotline | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Präventionsservice | Ja | Ja | Nein | Ja (ETH) | Nein | Nein | Ja | Nein |
| Digitaler Abschluss | Teilweise | Nein | Teilweise | Ja | Nein | Ja | Nein | Teilweise |
Vergleichskriterien erklärt — worauf Sie achten müssen
1. Deckungssumme
Die Deckungssumme ist der maximale Betrag, den der Versicherer im Schadenfall zahlt. Faustregel: Mindestens das 3-fache des Monatsumsatzes oder CHF 1 Mio., je nachdem was höher ist.
Für ein KMU mit CHF 5 Mio. Jahresumsatz empfehlen wir eine Deckungssumme von mindestens CHF 1.25 Mio. (3 × CHF 416’667). Besser sind CHF 2–3 Mio., um auch Grossschäden abzudecken.
2. Selbstbeteiligung (Selbstbehalt)
Der Selbstbehalt ist der Betrag, den Sie im Schadenfall selbst tragen. Übliche Selbstbehalte in der Schweiz:
- KMU (bis 50 MA): CHF 2’500–10’000
- Mittlere Unternehmen: CHF 5’000–25’000
- Grossunternehmen: CHF 25’000–100’000
Tipp: Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie um 15–30 %. Wählen Sie einen Selbstbehalt, den Sie im Schadenfall ohne existenzielle Probleme tragen können.
3. IT-Forensik und Incident Response
IT-Forensik ist die wichtigste Sofortmassnahme nach einem Cyberangriff. Achten Sie auf:
- Ist IT-Forensik ohne Sublimit in der Deckungssumme enthalten?
- Gibt es garantierte Reaktionszeiten (SLA)?
- Können Sie eigene Forensik-Partner einsetzen, oder sind Sie an die des Versicherers gebunden?
4. Betriebsunterbrechung
Die Deckung der Betriebsunterbrechung (Business Interruption) ist oft der grösste Schadensposten. Prüfen Sie:
- Wartezeit (Karenzzeit): Typisch sind 8–24 Stunden. Je kürzer, desto besser.
- Maximale Dauer: Zwischen 90 und 365 Tagen je nach Anbieter.
- Berechnungsgrundlage: Wird der Ertragsausfall auf Basis des Umsatzes oder des Gewinns berechnet?
5. Cyber-Erpressung (Ransomware)
Ransomware ist die häufigste und teuerste Cyberbedrohung in der Schweiz. Prüfen Sie:
- Sind Verhandlungskosten gedeckt?
- Ist die Lösegeldzahlung gedeckt, und wenn ja, bis zu welchem Sublimit?
- Werden Kryptowährungstransaktionen unterstützt?
- Gibt es einen Ausschluss für sanktionierte Gruppen (OFAC/SECO)?
6. Rechtsschutz und Haftpflicht
Seit Inkrafttreten des nDSG am 1. September 2023 sind die rechtlichen Risiken bei Datenschutzverletzungen massiv gestiegen. Bussgelder von bis zu CHF 250’000 (persönlich!) machen eine gute Rechtsschutzdeckung unverzichtbar. Prüfen Sie:
- Sind Anwaltskosten für Datenschutzverfahren vor dem EDÖB gedeckt?
- Sind Bussgelder versicherbar (variiert je nach Kanton)?
- Gibt es eine freie Anwaltswahl?
7. Reputationsschutz
Ein Cyberangriff kann den Ruf eines Unternehmens nachhaltig schädigen. Laut einer Studie von IBM verlieren Schweizer Unternehmen nach einem bekannt gewordenen Datenleck durchschnittlich 12 % ihrer Kunden innerhalb von 12 Monaten. Achten Sie auf:
- Sind PR-Beratung und Krisenkommunikation gedeckt?
- Gibt es ein Sublimit für Reputationsschutzmassnahmen?
- Werden Social-Media-Monitoring-Kosten übernommen?
8. Social Engineering und CEO-Fraud
Business Email Compromise (BEC) und CEO-Fraud verursachten 2024 in der Schweiz Schäden von über CHF 85 Mio.. Nicht alle Policen decken diese Betrugsform ab — prüfen Sie, ob Social Engineering explizit in der Deckung enthalten ist oder als optionaler Baustein hinzugebucht werden muss.
Wichtig: Die Vergleichstabellen oben bieten eine Orientierung, aber die tatsächlichen Konditionen hängen von Ihrem individuellen Risikoprofil ab. BTAG Versicherungsbroker AG holt für Sie verbindliche Offerten aller Anbieter ein und vergleicht diese Punkt für Punkt. Das spart nicht nur Geld, sondern sichert auch den optimalen Schutz.
Praxisbeispiel: So viel können Sie durch einen Vergleich sparen
Fallbeispiel: Softwareunternehmen in Zürich
Ausgangslage:
- 85 Mitarbeitende, CHF 12 Mio. Jahresumsatz
- Gewünschte Deckungssumme: CHF 3 Mio.
- Branche: IT/Software (mittleres Risiko)
- IT-Security: MFA implementiert, regelmässige Backups, kein Vorfall in den letzten 3 Jahren
Ergebnis des BTAG-Vergleichs:
| Anbieter | Jahresprämie | Selbstbehalt | Deckungsumfang (Punkte*) |
|---|---|---|---|
| Mobiliar CyberSafe | CHF 13’200 | CHF 5’000 | 82/100 |
| Helvetia Cyber | CHF 14’800 | CHF 5’000 | 78/100 |
| Baloise Cyber | CHF 15’100 | CHF 5’000 | 75/100 |
| Generali Cyber Risk | CHF 16’400 | CHF 5’000 | 80/100 |
| AXA Cyber | CHF 17’900 | CHF 10’000 | 85/100 |
| Allianz Cyber Protect | CHF 19’300 | CHF 10’000 | 88/100 |
| Zurich Cyber | CHF 21’500 | CHF 10’000 | 90/100 |
*Deckungsumfang bewertet auf einer Skala von 0–100, basierend auf 15 Leistungskriterien
Empfehlung von BTAG: Mobiliar CyberSafe — bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für dieses Risikoprofil. Ersparnis gegenüber dem teuersten Angebot: CHF 8’300/Jahr.
Alternativempfehlung: Zurich Cyber — wenn maximale Deckung und internationale Expertise gewünscht (z. B. bei internationaler Geschäftstätigkeit).
Häufige Fehler beim Cyberversicherungs-Vergleich
1. Nur auf den Preis schauen
Die günstigste Police ist nicht immer die beste. Ein Preisunterschied von CHF 3’000 wird irrelevant, wenn im Schadenfall wichtige Leistungen fehlen. Achten Sie auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.
2. Sublimits übersehen
Viele Policen haben Sublimits für bestimmte Leistungen (z. B. Cyber-Erpressung max. CHF 500’000 bei einer Gesamtdeckung von CHF 3 Mio.). Prüfen Sie alle Sublimits sorgfältig.
3. Obliegenheiten nicht lesen
Jeder Versicherer hat unterschiedliche Obliegenheiten (Mindestanforderungen an Ihre IT-Security). Wenn Sie diese nicht erfüllen, kann der Versicherer die Leistung im Schadenfall kürzen oder verweigern.
4. Wartezeit bei Betriebsunterbrechung ignorieren
Eine Wartezeit von 24 Stunden klingt harmlos, kann aber bei einem Ertragsausfall von CHF 15’000/Tag einen ungedeckten Schaden von CHF 15’000 bedeuten.
5. Keine jährliche Überprüfung
Ihre IT-Infrastruktur ändert sich — Ihre Cyberversicherung muss mitwachsen. Prüfen Sie Ihre Police mindestens jährlich, idealerweise mit Ihrem Broker.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher Cyberversicherer ist der beste in der Schweiz?
Es gibt keinen «besten» Versicherer für alle. Die optimale Wahl hängt von Ihrer Unternehmensgrösse, Branche, IT-Security und dem gewünschten Deckungsumfang ab. Für KMU bieten Mobiliar und Helvetia ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für grössere Unternehmen mit internationaler Tätigkeit sind Zurich und Allianz oft die bessere Wahl.
Kann ich die Cyberversicherung direkt beim Versicherer abschliessen?
Ja, aber es ist in der Regel nicht empfehlenswert. Ein unabhängiger Broker wie BTAG Versicherungsbroker AG hat Zugang zu allen Anbietern, kennt die Marktkonditionen und kann bessere Prämien verhandeln. Die Broker-Courtage wird vom Versicherer bezahlt — für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Wie oft sollte ich meine Cyberversicherung vergleichen?
Mindestens alle 2–3 Jahre sollten Sie einen vollständigen Marktvergleich durchführen. Die Prämien und Bedingungen ändern sich laufend. Zwischenzeitlich sollten Sie jährlich prüfen, ob Ihr Deckungsumfang noch zu Ihrem Risikoprofil passt.
Gibt es einen Unterschied zwischen Cyberversicherungen für KMU und Grossunternehmen?
Ja, erheblich. KMU-Policen sind standardisierte Produkte mit festen Deckungsbausteinen und einfachem Abschluss. Enterprise-Policen sind massgeschneidert, erfordern eine detaillierte Risikoprüfung und bieten höhere Deckungssummen sowie spezifische Klauseln (z. B. Supply Chain, internationale Deckung). Die Grenze liegt typischerweise bei 250 Mitarbeitenden oder CHF 50 Mio. Umsatz.
Kann ich meine bestehende Cyberversicherung wechseln?
Ja, Cyberversicherungen haben in der Schweiz typischerweise eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Vertragsablauf. Die meisten Verträge laufen jährlich. Bei einem Wechsel sollten Sie darauf achten, dass keine Deckungslücke entsteht — der neue Vertrag sollte nahtlos an den alten anschliessen.
Sind die Prämienunterschiede wirklich so gross?
Ja. Unsere Analyse zeigt Prämienunterschiede von bis zu CHF 17’000 pro Jahr bei vergleichbarer Deckung. Das liegt an unterschiedlichen Risikomodellen, Schadenerfahrungen und strategischen Entscheidungen der Versicherer. Ein professioneller Vergleich lohnt sich fast immer.
Was passiert im Schadenfall — an wen wende ich mich?
Im Schadenfall kontaktieren Sie die 24/7-Hotline Ihres Versicherers oder, wenn Sie über einen Broker versichert sind, direkt Ihren Broker. BTAG Versicherungsbroker AG unterstützt Sie im Schadenfall aktiv als Ihr Vertreter gegenüber dem Versicherer und koordiniert die Incident Response.
Fazit: Vergleichen lohnt sich — bis zu CHF 17’000 pro Jahr sparen
Der Schweizer Cyberversicherungsmarkt bietet eine breite Palette an Produkten — mit erheblichen Unterschieden bei Prämien und Leistungen. Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Prämienunterschiede von bis zu CHF 17’000/Jahr bei vergleichbarer Deckung (CHF 3 Mio.)
- Nicht die günstigste, sondern die passendste Police ist die richtige Wahl
- Sublimits, Obliegenheiten und Wartezeiten machen den entscheidenden Unterschied
- Ein unabhängiger Broker spart Geld und sichert optimalen Schutz
- Regelmässige Überprüfung ist essenziell — der Markt verändert sich schnell
Ihr nächster Schritt: Lassen Sie BTAG Versicherungsbroker AG einen kostenlosen, unverbindlichen Vergleich aller Schweizer Cyberversicherer für Ihr Unternehmen erstellen. Als unabhängiger Broker in Bern hat BTAG Zugang zu allen Anbietern und verhandelt die besten Konditionen — ohne zusätzliche Kosten für Sie. Jetzt Vergleichsofferte anfragen