Cyberversicherung für Bildungsinstitutionen
Schweizer Bildungsinstitutionen — von der Volksschule bis zur ETH — sind längst digitale Organisationen. Lernplattformen, Studierendendaten, Forschungsergebnisse und Prüfungssysteme bilden das digitale Fundament des Bildungswesens. Gleichzeitig gehören Schulen und Hochschulen zu den am häufigsten angegriffenen Sektoren in der Schweiz.
Warum sind Bildungsinstitutionen besonders gefährdet?
Bildungseinrichtungen vereinen mehrere Risikofaktoren, die sie zu besonders attraktiven Zielen machen:
Offene Netzwerkkultur: Universitäten und Hochschulen setzen traditionell auf offenen Wissensaustausch. Tausende Studierende, Dozierende und Forschende greifen mit eigenen Geräten (BYOD) auf das Netzwerk zu. Eine strenge Zugangsrestriktion steht im Widerspruch zur akademischen Kultur.
Hochsensible Daten: Bildungsinstitutionen verwalten Schüler- und Studierendendaten (inkl. Noten, Gesundheitsinformationen, Sozialdaten), Forschungsdaten (teilweise von nationalem Sicherheitsinteresse) und Prüfungsunterlagen — alles Daten von hohem Wert.
Begrenzte IT-Budgets: Trotz komplexer IT-Landschaften verfügen viele Bildungsinstitutionen über verhältnismässig kleine IT-Sicherheitsbudgets. Investitionen fliessen primär in Lehre und Forschung, nicht in Cybersicherheit.
Das NCSC verzeichnete 2025 einen Anstieg von Angriffen auf Schweizer Bildungseinrichtungen um 85% gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen waren kantonale Schulverwaltungen und Fachhochschulen.
Typische Angriffsszenarien
Szenario 1: Ransomware verschlüsselt Hochschulnetzwerk
Eine Fachhochschule in der Ostschweiz mit 6’000 Studierenden wird während der Prüfungsperiode von Ransomware getroffen. Sämtliche Systeme — Lernplattform (Moodle), Studierendendatenbank, E-Mail und Prüfungssysteme — werden verschlüsselt. Die Prüfungen müssen um drei Wochen verschoben werden. 15 laufende Forschungsprojekte werden unterbrochen. Die Angreifer fordern CHF 400’000. Gesamtschaden inkl. Datenwiederherstellung, Betriebsunterbruch und Reputationsschaden: CHF 2’100’000.
Szenario 2: Diebstahl von Forschungsdaten
Ein Forschungsteam einer Schweizer Universität arbeitet an einem bahnbrechenden Projekt im Bereich Quantentechnologie mit einem Budget von CHF 12 Millionen. Staatliche Akteure infiltrieren über einen kompromittierten Dozentenaccount das Forschungsnetzwerk und exfiltrieren über acht Monate sämtliche Forschungsergebnisse, Algorithmen und Prototyp-Dokumentationen. Der Wert der gestohlenen Daten wird auf CHF 5’000’000 geschätzt. Die forensische Aufklärung und Sicherheitsnachrüstung kosten zusätzlich CHF 800’000.
Szenario 3: Manipulation von Prüfungsergebnissen
Ein Hacker verschafft sich Zugang zum Prüfungsverwaltungssystem einer kantonalen Berufsschule und manipuliert die Noten von 120 Lernenden. Die Manipulation wird erst Wochen später entdeckt, nachdem bereits Zeugnisse ausgestellt wurden. Sämtliche Prüfungen des Semesters müssen überprüft und teilweise wiederholt werden. Kosten für Forensik, Prüfungswiederholung, Rechtsberatung und Elternkommunikation: CHF 340’000.
Typische Schadensummen
| Schadensart | Typischer Betrag |
|---|---|
| Ransomware (Volksschule / Berufsschule) | CHF 200’000 – 800’000 |
| Ransomware (Hochschule / Universität) | CHF 1’000’000 – 5’000’000 |
| Forschungsdaten-Diebstahl | CHF 500’000 – 10’000’000 |
| Manipulation von Prüfungssystemen | CHF 200’000 – 500’000 |
| Datenleck mit Schüler-/Studierendendaten | CHF 300’000 – 2’000’000 |
| Betriebsunterbruch (pro Woche) | CHF 100’000 – 500’000 |
Was deckt die Cyberversicherung?
Eine Cyberversicherung für Bildungsinstitutionen umfasst:
- Betriebsunterbruch: Kosten bei Ausfall von Lernplattformen, Prüfungs- und Verwaltungssystemen
- Datenwiederherstellung: Wiederherstellung von Forschungsdaten, Studierendendaten und Prüfungsunterlagen
- Drittschäden: Haftpflicht gegenüber Studierenden, Eltern und Forschungspartnern
- Forensik: Untersuchung von Netzwerkinfiltrationen und Datendiebstahl
- Forschungsschutz: Spezialdeckung für den Verlust wertvoller Forschungsdaten
- Benachrichtigungskosten: Information betroffener Schüler, Studierender und Eltern
- Regulatorische Verfahren: Kosten bei DSG-Verfahren und behördlichen Untersuchungen
- Prüfungswiederholung: Deckung der Kosten für die Wiederholung kompromittierter Prüfungen
Checkliste: Ist Ihre Bildungseinrichtung geschützt?
- Gibt es eine Netzwerksegmentierung (Verwaltung, Forschung, Lehre, WLAN)?
- Werden Studierenden- und Schülerdaten verschlüsselt gespeichert?
- Sind Prüfungssysteme vom allgemeinen Netzwerk isoliert?
- Gibt es eine BYOD-Policy mit Sicherheitsanforderungen?
- Werden Forschungsdaten gesondert gesichert und geschützt?
- Sind alle Mitarbeitenden und Dozierenden in Cybersicherheit geschult?
- Existiert ein Notfallplan für IT-Ausfälle während der Prüfungsperiode?
- Besteht eine Cyberversicherung mit Bildungs-spezifischer Deckung?
Falls Sie mehrere Punkte offen haben, besteht dringender Handlungsbedarf — besonders vor Prüfungsperioden.
Nächster Schritt: Lassen Sie sich beraten
Die BTAG Versicherungsbroker AG in Bern versteht die besonderen Herausforderungen von Bildungsinstitutionen. Als unabhängiger Broker findet BTAG die passende Cyberversicherung — ob für eine Volksschule, eine Berufsschule, eine Fachhochschule oder eine Universität.
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