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Cyberversicherung für Treuhandbüros

Schweizer Treuhandunternehmen verwalten hochsensible Finanz- und Steuerdaten. Erfahren Sie, welche Cyberrisiken bestehen und welche Versicherungsbedingungen zu prüfen sind.

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Finanzdaten Steuerdaten AHV-Nummern Bankverbindungen
Cyberversicherung für Treuhandbüros

Cyberversicherung für Treuhandbüros

Treuhandunternehmen verwalten Buchhaltungen, Steuererklärungen, Lohnabrechnungen und Bankverbindungen vieler Unternehmen und Privatpersonen. Ein Vorfall kann deshalb gleichzeitig das Treuhandbüro und mehrere Kunden betreffen.

Warum sind Treuhandbüros besonders gefährdet?

Schweizer Treuhandunternehmen sind aus Sicht von Cyberkriminellen besonders lukrative Ziele, denn sie bündeln die Finanzdaten vieler Kunden an einem Ort. Ein einzelner erfolgreicher Angriff liefert Zugang zu AHV-Nummern, Bankverbindungen, Steuerdaten und Lohninformationen — ein Schatz für Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug.

Treuhandbüros sind häufig von spezialisierter Buchhaltungs- und Lohnsoftware sowie dem Dokumentenaustausch per E-Mail abhängig. Fehlende Updates, zu breite Zugriffsrechte oder ungenügend geprüfte Zahlungsanweisungen können mehrere Kunden gleichzeitig betreffen.

Das neue Datenschutzgesetz (nDSG) verschärft die Pflichten: Treuhandunternehmen müssen eine Verletzung der Datensicherheit dem EDÖB so rasch als möglich melden, wenn sie voraussichtlich zu einem hohen Risiko für die Persönlichkeit oder die Grundrechte betroffener Personen führt. Die Art.-24-Meldung löst nicht automatisch eine Busse von CHF 250’000 aus. Der EDÖB erläutert die Voraussetzungen der Meldepflicht.

Die separate BACS-Meldepflicht gilt seit 1. April 2025 nur für Betreiber kritischer Infrastrukturen und erfasst bestimmte Cyberangriffe innert 24 Stunden. Eine Busse kommt erst infrage, wenn eine Organisation trotz Hinweis und anschliessender Verfügung des BACS weiterhin nicht meldet. Offizielle Informationen des BACS zur Meldepflicht

Hypothetische Schadensszenarien

Die folgenden Beispiele sind hypothetisch und keine dokumentierten Schadenfälle. Der tatsächliche Umfang hängt von Systemen, Daten, Vertragspflichten und Reaktionsfähigkeit ab.

  • Ransomware kurz vor dem Steuerabgabetermin
  • Manipulation von Zahlungsanweisungen
  • Diebstahl von AHV-Nummern und Lohndaten

Zu prüfende Deckungsbausteine

Je nach Anbieter, Police, Ausschlüssen, Sublimits und vereinbarten Sicherheitsanforderungen können unterschiedliche Leistungen gelten. Verbindlich ist ausschliesslich die konkrete Offerte mit den Versicherungsbedingungen.

  • Eigenschäden: IT-Forensik, Datenwiederherstellung, Neuinstallation von Buchhaltungssoftware
  • Betriebsunterbruch: Ertragsausfall bei Systemausfall, auch saisonale Spitzen (z.B. Steuerperiode)
  • Drittschäden / Haftpflicht: Ansprüche von Kunden bei Datenverlust oder Zahlungsbetrug
  • Cyber-Betrug: Deckung bei Manipulation von Zahlungsanweisungen und BEC-Angriffen
  • Erforderliche Kommunikation: Kosten der rechtlich erforderlichen Information betroffener Personen
  • Regulatorische Verfahren: Anwaltskosten bei EDÖB- und anderen behördlichen Verfahren
  • Krisenmanagement: Notfall-Hotline, PR-Beratung, Mandantenkommunikation
  • Kreditüberwachung: Monitoring-Services für betroffene Personen

Checkliste: Ist Ihr Treuhandbüro geschützt?

  • Werden Kundendaten (AHV-Nummern, Bankverbindungen) verschlüsselt gespeichert?
  • Gibt es Multi-Faktor-Authentifizierung für Buchhaltungssoftware und E-Mail?
  • Werden Zahlungsanweisungen über einen zweiten Kanal verifiziert?
  • Existieren aktuelle, offline aufbewahrte Backups aller Kundendaten?
  • Sind alle Mitarbeitenden regelmässig in Cybersicherheit geschult?
  • Gibt es einen dokumentierten Notfallplan für Cyberangriffe?
  • Werden Software-Updates zeitnah eingespielt?
  • Besteht eine Cyberversicherung mit branchenspezifischer Deckung?

Offene Punkte sollten mit den zuständigen IT-, Datenschutz- und Versicherungsfachpersonen priorisiert werden.

Offerten und Bedingungen vergleichen

Eine passende Lösung hängt vom tatsächlichen Risikoprofil ab. BTAG kann aktuelle Offerten einholen und Unterschiede bei Deckung, Ausschlüssen, Selbstbehalten und Sicherheitsanforderungen erläutern.

Vergleichen Sie Offerten auf Basis Ihrer Risikosituation und der verbindlichen Versicherungsbedingungen.

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