Warum sind Finanzdienstleister besonders gefährdet?
Finanzdienstleister verbinden sensible Daten, Zahlungsprozesse und hohe Verfügbarkeitsanforderungen. Daraus entstehen besondere Risiken:
- Direkte Finanzdaten: Zugang zu Konten, Transaktionen und Zahlungssystemen
- Regulatorische Anforderungen: etwa FINMA-Vorgaben, sofern das Unternehmen diesen untersteht
- Hochsensible Kundendaten: Vermögensinformationen, Kreditdaten und persönliche Finanzprofile
- Verfügbarkeitsdruck: Zahlungs- und Kundendienste müssen nach Vorfällen kontrolliert wiederhergestellt werden
Hypothetische Schadensszenarien
Die folgenden Beispiele sind hypothetisch und keine dokumentierten Schadenfälle. Der tatsächliche Umfang hängt von Systemen, Daten, Vertragspflichten und Reaktionsfähigkeit ab.
- Business Email Compromise (BEC)
- Ransomware auf Kernbanksysteme
- Datenexfiltration und Erpressung
Zu prüfende Deckungsbausteine
Je nach Anbieter, Police, Ausschlüssen, Sublimits und vereinbarten Sicherheitsanforderungen können unterschiedliche Leistungen gelten. Verbindlich ist ausschliesslich die konkrete Offerte mit den Versicherungsbedingungen.
- IT-Forensik zur Untersuchung des Vorfalls
- Betriebsunterbrechung während des Ausfalls
- Regulatorische Kosten bei behördlichen Verfahren, soweit versichert
- Erforderliche Information betroffener Personen und Kommunikationskosten
- Rechtskosten bei Datenschutzverletzungen und Klagen
- Krisenmanagement und Reputationsschutz
- Lösegeldzahlungen (je nach Police und Situation)
Checkliste: Ist Ihr Finanzunternehmen geschützt?
- Multifaktor-Authentifizierung auf allen kritischen Systemen?
- Regelmässige Penetrationstests durchgeführt?
- Mitarbeitende gegen Social Engineering geschult?
- Incident-Response-Plan gemäss den anwendbaren regulatorischen Vorgaben?
- Backup-Strategie mit Offline-Backups?
- Cyberversicherung abgeschlossen?