Warum ist die öffentliche Verwaltung besonders gefährdet?
Verwaltungseinheiten verbinden sensible Daten, öffentliche Dienste und zahlreiche Abhängigkeiten. Daraus entstehen besondere Risiken:
- Kritische Infrastruktur: Verwaltungssysteme sind essenziell für das Funktionieren des Staates
- Sensible Bürgerdaten: Steuerdaten, Sozialversicherungsnummern und Personendaten
- Veraltete IT-Systeme: Viele Verwaltungen arbeiten mit Legacy-Software und -Hardware
- Begrenzte IT-Budgets: Öffentliche Einrichtungen haben oft weniger Mittel für IT-Sicherheit
- Meldepflicht: Für erfasste Betreiber kritischer Infrastrukturen kann bei bestimmten Cyberangriffen die fristgebundene BACS-Meldung gelten
Hypothetische Schadensszenarien
Die folgenden Beispiele sind hypothetisch und keine dokumentierten Schadenfälle. Der tatsächliche Umfang hängt von Systemen, Daten, Vertragspflichten und Reaktionsfähigkeit ab.
- Ransomware auf Gemeindeverwaltung
- Datendiebstahl bei IT-Dienstleistern
- Phishing-Angriffe auf Mitarbeitende
Zu prüfende Deckungsbausteine
Je nach Anbieter, Police, Ausschlüssen, Sublimits und vereinbarten Sicherheitsanforderungen können unterschiedliche Leistungen gelten. Verbindlich ist ausschliesslich die konkrete Offerte mit den Versicherungsbedingungen.
- IT-Forensik zur Untersuchung des Vorfalls
- Datenwiederherstellung aus Backups
- Betriebsunterbrechung während des Ausfalls
- Erforderliche Information betroffener Personen und Kommunikationskosten
- Rechtskosten bei Datenschutzverletzungen
- Krisenmanagement und Kommunikation
- BACS-Meldepflicht: Unterstützung bei der fristgerechten Meldung, sofern anwendbar
Checkliste: Ist Ihre Verwaltung geschützt?
- Regelmässige Backups (offline/offsite)?
- Mitarbeitende geschult gegen Phishing?
- Netzwerksegmentierung implementiert?
- Alle Systeme auf aktuellem Patchstand?
- Incident-Response-Plan vorhanden?
- Drittanbieter-Risiken bewertet?
- Cyberversicherung abgeschlossen?