Was kostet eine Cyberversicherung in der Schweiz?
Die Kosten für eine Cyberversicherung in der Schweiz variieren stark — von CHF 40 pro Jahr für eine Privatpersonen-Police bis über CHF 100’000 pro Jahr für Grossunternehmen. Der grösste Einflussfaktor ist die Unternehmensgrösse, gefolgt von Branche, IT-Sicherheitsniveau und gewünschter Deckungssumme.
In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie:
- Exakte Preisbereiche nach Unternehmensgrösse
- Alle 10 Faktoren, die Ihre Prämie beeinflussen
- Eine detaillierte ROI-Berechnung (lohnt sich die Versicherung?)
- Reale Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen
- 5 konkrete Tipps, um Ihre Prämie zu senken
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Unternehmensgrösse | Mitarbeitende | Jahresprämie | Typische Deckungssumme |
|---|---|---|---|
| Privatpersonen | — | CHF 40–200 | CHF 10’000–50’000 |
| Mikro-KMU | 1–10 | CHF 400–2’000 | CHF 100’000–500’000 |
| Kleine KMU | 11–50 | CHF 600–5’000 | CHF 250’000–2 Mio. |
| Mittlere KMU | 51–250 | CHF 2’000–10’000 | CHF 1–5 Mio. |
| Mittelstand | 250–1’000 | CHF 5’000–29’000 | CHF 3–10 Mio. |
| Grossunternehmen | 1’000+ | CHF 20’000–100’000+ | CHF 10–50 Mio. |
Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte basierend auf Marktdaten 2025/2026. Die tatsächliche Prämie hängt von Ihrem individuellen Risikoprofil ab. Um eine verbindliche Offerte zu erhalten, empfehlen wir einen professionellen Vergleich.
Detaillierte Kostenanalyse nach Unternehmensgrösse
Privatpersonen: CHF 40–200 pro Jahr
Cyberversicherungen für Privatpersonen sind in der Schweiz noch ein relativ junges Produkt. Sie decken typischerweise:
- Identitätsdiebstahl: Kosten für Wiederherstellung der Identität (Behördengänge, neue Ausweise)
- Online-Betrug: Finanzielle Schäden durch Phishing, Fake-Shops etc.
- Datenverlust: Kosten für Datenrettung auf privaten Geräten
- Cybermobbing: Rechtliche Unterstützung und psychologische Beratung
- Rechtsschutz: Anwaltskosten bei Cyber-bezogenen Streitigkeiten
Preisbeispiele Privatpersonen:
| Versicherer | Produkt | Jahresprämie | Deckungssumme |
|---|---|---|---|
| Mobiliar | CyberSafe Privat | CHF 60 | CHF 20’000 |
| AXA | Cyber-Schutz Privat | CHF 85 | CHF 30’000 |
| Zurich | Cyber Safe Home | CHF 120 | CHF 50’000 |
Tipp: Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung bereits Cyber-Bausteine enthält. Viele Schweizer Versicherer haben in den letzten Jahren solche Erweiterungen integriert — teilweise ohne Mehrprämie.
Mikro-KMU (1–10 Mitarbeitende): CHF 400–2’000 pro Jahr
Mikro-KMU machen 93 % aller Schweizer Unternehmen aus (BFS 2024). Sie sind besonders gefährdet, weil sie oft über keine eigene IT-Abteilung verfügen und dennoch zunehmend digitale Tools nutzen.
Typisches Risikoprofil:
- 1–10 Mitarbeitende
- Jahresumsatz: CHF 200’000–2 Mio.
- IT-Infrastruktur: Cloud-basiert (Microsoft 365, Google Workspace), wenige lokale Server
- Personenbezogene Daten: Kundendaten, teilweise Gesundheits- oder Finanzdaten
Preisbeispiele nach Branche (Deckungssumme CHF 250’000):
| Branche | Jahresprämie | Selbstbehalt |
|---|---|---|
| Handwerksbetrieb | CHF 400–700 | CHF 2’500 |
| Einzelhandel | CHF 500–900 | CHF 2’500 |
| IT-Dienstleister | CHF 600–1’100 | CHF 2’500 |
| Arztpraxis | CHF 800–1’500 | CHF 5’000 |
| Treuhänder/Anwalt | CHF 900–1’800 | CHF 5’000 |
| Online-Shop | CHF 1’000–2’000 | CHF 5’000 |
Kleine KMU (11–50 Mitarbeitende): CHF 600–5’000 pro Jahr
In dieser Kategorie wächst die Komplexität der IT-Infrastruktur und damit auch das Cyberrisiko. Laut der Mobiliar/ETH-Studie 2024 wurden 36 % der Unternehmen dieser Grösse bereits Opfer eines Cyberangriffs.
Preisbeispiele (Deckungssumme CHF 1 Mio.):
| Branche | Mitarbeitende | Umsatz | Jahresprämie |
|---|---|---|---|
| Produktionsbetrieb | 25 | CHF 5 Mio. | CHF 1’200–2’500 |
| Softwareunternehmen | 30 | CHF 4 Mio. | CHF 1’500–3’000 |
| Gesundheitszentrum | 40 | CHF 8 Mio. | CHF 2’500–4’500 |
| E-Commerce | 15 | CHF 6 Mio. | CHF 2’000–4’000 |
| Finanzberatung | 20 | CHF 3 Mio. | CHF 1’800–3’500 |
Mittlere KMU (51–250 Mitarbeitende): CHF 2’000–10’000 pro Jahr
Mittlere KMU haben in der Regel eine eigene IT-Abteilung oder einen externen IT-Dienstleister. Die IT-Infrastruktur ist komplexer, und das Schadenspotenzial steigt erheblich.
Preisbeispiele (Deckungssumme CHF 3 Mio.):
| Branche | Mitarbeitende | Umsatz | Jahresprämie |
|---|---|---|---|
| Maschinenbau | 120 | CHF 25 Mio. | CHF 4’500–8’000 |
| Spital/Klinik | 200 | CHF 40 Mio. | CHF 7’000–10’000 |
| IT-Unternehmen | 80 | CHF 15 Mio. | CHF 3’500–7’000 |
| Handelsunternehmen | 150 | CHF 50 Mio. | CHF 5’000–9’000 |
| Rechtsanwaltskanzlei | 60 | CHF 12 Mio. | CHF 3’000–6’000 |
Mittelstand (250–1’000 Mitarbeitende): CHF 5’000–29’000 pro Jahr
Unternehmen dieser Grösse benötigen massgeschneiderte Policen mit individueller Risikoprüfung. Die Prämie wird nicht mehr nach Standardtarifen berechnet, sondern auf Basis einer detaillierten Risikoanalyse.
Preisbeispiele (Deckungssumme CHF 5–10 Mio.):
| Branche | Mitarbeitende | Umsatz | Jahresprämie |
|---|---|---|---|
| Industriekonzern | 500 | CHF 120 Mio. | CHF 12’000–22’000 |
| Spitalgruppe | 800 | CHF 200 Mio. | CHF 18’000–29’000 |
| Technologieunternehmen | 350 | CHF 80 Mio. | CHF 8’000–16’000 |
| Versorgungsunternehmen | 600 | CHF 150 Mio. | CHF 15’000–25’000 |
Empfehlung: Ab einer Unternehmensgrösse von 50 Mitarbeitenden lohnt sich ein professioneller Broker-Vergleich besonders. BTAG Versicherungsbroker AG erstellt kostenlos eine individuelle Marktanalyse und verhandelt die besten Konditionen bei allen relevanten Versicherern.
Die 10 Faktoren, die Ihre Cyberversicherungs-Prämie bestimmen
1. Branche (Einfluss: sehr hoch)
Die Branche ist einer der wichtigsten Preisfaktoren, weil sie das Grundrisiko definiert:
| Risikoklasse | Branchen | Prämienaufschlag |
|---|---|---|
| Niedrig | Handwerk, Landwirtschaft, Bau | Basis (0 %) |
| Mittel | Detailhandel, Gastronomie, Produktion | +10–20 % |
| Hoch | IT, E-Commerce, Beratung, Recht | +20–30 % |
| Sehr hoch | Gesundheit, Finanz, kritische Infrastruktur | +30–50 % |
Grund: Branchen mit besonders sensiblen Daten (Patientendaten, Finanzdaten) oder hoher Digitalisierung haben ein höheres Schadenspotenzial und werden häufiger angegriffen.
2. Anzahl Mitarbeitende (Einfluss: hoch)
Mehr Mitarbeitende bedeuten mehr potenzielle Angriffspunkte (E-Mail-Phishing, Social Engineering) und ein grösseres Schadenspotenzial. Die Prämie steigt nicht linear, sondern degressiv — ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden zahlt nicht das 10-Fache eines Unternehmens mit 10 Mitarbeitenden.
3. Jahresumsatz (Einfluss: hoch)
Der Umsatz dient als Proxy für das potenzielle Schadenausmass, insbesondere bei Betriebsunterbrechungen. Unternehmen mit höherem Umsatz haben bei einem IT-Ausfall mehr zu verlieren.
4. Deckungssumme (Einfluss: hoch)
Je höher die gewünschte Deckungssumme, desto höher die Prämie — allerdings nicht linear:
| Deckungssumme | Typische Prämie (KMU, 50 MA) | Prämie pro CHF 1 Mio. |
|---|---|---|
| CHF 500’000 | CHF 1’800 | CHF 3’600 |
| CHF 1 Mio. | CHF 2’800 | CHF 2’800 |
| CHF 2 Mio. | CHF 4’200 | CHF 2’100 |
| CHF 3 Mio. | CHF 5’500 | CHF 1’833 |
| CHF 5 Mio. | CHF 8’000 | CHF 1’600 |
Erkenntnis: Höhere Deckungssummen sind pro CHF 1 Mio. günstiger. Es kann sich lohnen, etwas mehr Deckung zu kaufen, weil der Grenzpreis sinkt.
5. Selbstbeteiligung (Einfluss: mittel bis hoch)
Der Selbstbehalt ist der Betrag, den Sie im Schadenfall selbst tragen. Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie:
| Selbstbehalt | Prämienreduktion (ca.) |
|---|---|
| CHF 2’500 | Basis (0 %) |
| CHF 5’000 | –8–12 % |
| CHF 10’000 | –15–20 % |
| CHF 25’000 | –22–28 % |
| CHF 50’000 | –28–35 % |
6. IT-Sicherheitsmassnahmen (Einfluss: mittel bis hoch)
Versicherer belohnen gute IT-Security mit Prämienrabatten:
| Massnahme | Typischer Rabatt |
|---|---|
| Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) | –5–10 % |
| Regelmässige Backups (täglich, offline) | –5–8 % |
| Firewall und Endpoint Protection | –3–5 % |
| Mitarbeiterschulungen (jährlich) | –3–5 % |
| ISO 27001 Zertifizierung | –10–15 % |
| Penetration Testing (jährlich) | –5–8 % |
| Incident Response Plan dokumentiert | –3–5 % |
| Kumuliert maximal | –20–35 % |
Beispiel: Ein KMU mit 50 Mitarbeitenden und einer Basisprämie von CHF 5’000 kann durch MFA, tägliche Backups und jährliche Schulungen die Prämie auf ca. CHF 3’500–4’000 senken — eine Ersparnis von CHF 1’000–1’500 pro Jahr.
7. Schadenhistorie (Einfluss: mittel)
Wenn Ihr Unternehmen in den letzten 3–5 Jahren einen Cybervorfall hatte, steigt die Prämie um:
- 1 Vorfall (geringer Schaden): +10–20 %
- 1 Vorfall (hoher Schaden): +20–40 %
- Mehrere Vorfälle: +40–80 % oder Ablehnung
8. Art der gespeicherten Daten (Einfluss: mittel)
Unternehmen, die besonders sensible Datenkategorien verarbeiten, zahlen mehr:
- Gesundheitsdaten: +15–25 % Aufschlag
- Finanzdaten / Kreditkarten: +10–20 % Aufschlag
- Biometrische Daten: +15–25 % Aufschlag
- Standard-Geschäftsdaten: Basis (0 %)
9. Vertragslaufzeit (Einfluss: gering bis mittel)
Mehrjährige Verträge bieten oft Rabatte:
- 1 Jahr: Standardprämie
- 2 Jahre: –3–5 % Rabatt
- 3 Jahre: –5–10 % Rabatt
Achtung: Bei mehrjährigen Verträgen entfällt die Flexibilität, jährlich den Anbieter zu wechseln.
10. Standort und internationale Tätigkeit (Einfluss: gering)
Unternehmen mit internationaler Geschäftstätigkeit (insbesondere in den USA) zahlen höhere Prämien wegen des höheren Klagerisikos. Rein schweizerisch tätige Unternehmen profitieren von einem vergleichsweise niedrigen Rechtsstreitigkeits-Risiko.
Lassen Sie sich von BTAG Versicherungsbroker AG beraten, welche Faktoren bei Ihnen den grössten Einfluss auf die Prämie haben — und wie Sie diese optimieren können.
ROI-Berechnung: Lohnt sich eine Cyberversicherung?
Die Kosten eines Cyberangriffs in der Schweiz
Laut dem IBM Cost of a Data Breach Report 2024 betrugen die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung in der Schweiz CHF 4.9 Mio. für Grossunternehmen. Für KMU sind die Zahlen tiefer, aber dennoch erheblich:
Durchschnittliche Kosten eines Cyberangriffs nach Unternehmensgrösse:
| Unternehmensgrösse | Durchschnittlicher Schaden | Median-Schaden |
|---|---|---|
| Mikro-KMU (1–10 MA) | CHF 75’000 | CHF 45’000 |
| Kleine KMU (11–50 MA) | CHF 180’000 | CHF 120’000 |
| Mittlere KMU (51–250 MA) | CHF 450’000 | CHF 280’000 |
| Mittelstand (250–1’000 MA) | CHF 1.2 Mio. | CHF 750’000 |
| Grossunternehmen (1’000+ MA) | CHF 4.9 Mio. | CHF 2.8 Mio. |
Die Eintrittswahrscheinlichkeit
Laut der Studie von Mobiliar und ETH Zürich aus 2024:
- 36 % aller KMU wurden bereits Opfer eines Cyberangriffs
- Die jährliche Eintrittswahrscheinlichkeit für einen schweren Vorfall liegt bei ca. 8–12 % für KMU
- Über einen 5-Jahres-Zeitraum beträgt die kumulative Wahrscheinlichkeit: 34–47 %
Die ROI-Formel
Erwarteter Schaden pro Jahr = Eintrittswahrscheinlichkeit × Durchschnittlicher Schaden
ROI der Cyberversicherung = (Erwarteter Schaden – Prämie) / Prämie × 100
Rechenbeispiel: Mittleres KMU (100 Mitarbeitende)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Durchschnittlicher Schaden bei Cyberangriff | CHF 450’000 |
| Jährliche Eintrittswahrscheinlichkeit | 10 % |
| Erwarteter Schaden pro Jahr | CHF 45’000 |
| Jahresprämie Cyberversicherung | CHF 5’000 |
| ROI | 800 % |
Das bedeutet: Für jeden Franken, den Sie in die Cyberversicherung investieren, erhalten Sie statistisch CHF 9 zurück (CHF 45’000 / CHF 5’000).
Selbst bei einer konservativeren Betrachtung (5 % Eintrittswahrscheinlichkeit, CHF 280’000 Median-Schaden) ergibt sich:
- Erwarteter Schaden: CHF 14’000/Jahr
- Prämie: CHF 5’000/Jahr
- ROI: 180 %
Die existenzielle Perspektive
Jenseits der ROI-Berechnung gibt es einen noch wichtigeren Aspekt: Existenzsicherung. Laut Schweizer Handelsregister-Daten melden 60 % der KMU, die einen schweren Cyberangriff erleiden, innerhalb von 24 Monaten Konkurs an. Eine Cyberversicherung ist also nicht nur eine Investition mit positivem ROI — sie kann das Überleben Ihres Unternehmens sichern.
BTAG Versicherungsbroker AG erstellt Ihnen eine individuelle ROI-Berechnung basierend auf Ihrem spezifischen Risikoprofil — kostenlos und unverbindlich.
5 Praxisbeispiele: Reale Kosten und Szenarien
Beispiel 1: Zahnarztpraxis in Luzern
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mitarbeitende | 8 |
| Umsatz | CHF 1.2 Mio. |
| Branche | Gesundheitswesen (hohe Risikoklasse) |
| Gespeicherte Daten | Patientendaten (besonders schützenswert) |
| IT-Security | MFA, tägliches Backup, Firewall |
| Deckungssumme | CHF 500’000 |
| Selbstbehalt | CHF 5’000 |
| Jahresprämie | CHF 1’100 |
Schadensszenario: Ransomware-Angriff verschlüsselt Patientendatenbank. Praxis muss 5 Tage schliessen. Kosten: IT-Forensik CHF 15’000, Datenwiederherstellung CHF 12’000, Betriebsunterbrechung CHF 25’000, Benachrichtigung Patienten CHF 8’000. Total: CHF 60’000 — vollständig gedeckt durch die Cyberversicherung.
Beispiel 2: Online-Shop in Basel
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mitarbeitende | 22 |
| Umsatz | CHF 8 Mio. |
| Branche | E-Commerce (hohe Risikoklasse) |
| Gespeicherte Daten | Kundendaten, Kreditkarteninformationen |
| IT-Security | MFA, Backups, WAF, PCI-DSS-Compliance |
| Deckungssumme | CHF 2 Mio. |
| Selbstbehalt | CHF 5’000 |
| Jahresprämie | CHF 3’800 |
Schadensszenario: Datenleck durch kompromittierte API — 45’000 Kundendatensätze betroffen. Kosten: IT-Forensik CHF 35’000, Benachrichtigung CHF 45’000, Rechtskosten CHF 28’000, Betriebsunterbrechung CHF 80’000, Reputationsmanagement CHF 25’000. Total: CHF 213’000 — gedeckt.
Beispiel 3: Treuhandunternehmen in Bern
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mitarbeitende | 35 |
| Umsatz | CHF 5 Mio. |
| Branche | Finanzdienstleistungen (hohe Risikoklasse) |
| Gespeicherte Daten | Finanzdaten, Steuerdaten, Mandantengeheimnisse |
| IT-Security | MFA, verschlüsselte Datenbank, ISO 27001 |
| Deckungssumme | CHF 2 Mio. |
| Selbstbehalt | CHF 10’000 |
| Jahresprämie | CHF 2’900 |
Schadensszenario: CEO-Fraud — CFO überweist CHF 340’000 an betrügerisches Konto. Social-Engineering-Deckung greift. Rückholung via Bank: CHF 120’000. Restschaden: CHF 220’000. Plus IT-Forensik CHF 18’000, Rechtskosten CHF 15’000. Total gedeckt: CHF 253’000 (abzüglich Selbstbehalt CHF 10’000).
Beispiel 4: Produktionsbetrieb im Aargau
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mitarbeitende | 150 |
| Umsatz | CHF 35 Mio. |
| Branche | Industrie/Produktion (mittlere Risikoklasse) |
| Gespeicherte Daten | Geschäftsdaten, HR-Daten, OT-Systeme |
| IT-Security | MFA, Backups, Netzwerksegmentierung, SOC |
| Deckungssumme | CHF 5 Mio. |
| Selbstbehalt | CHF 25’000 |
| Jahresprämie | CHF 7’500 |
Schadensszenario: Ransomware über kompromittierte Supply-Chain-Software. Produktionsstillstand: 12 Tage. Kosten: IT-Forensik CHF 65’000, Datenwiederherstellung CHF 45’000, Betriebsunterbrechung CHF 580’000, Krisenmanagement CHF 30’000. Total: CHF 720’000 — gedeckt (abzüglich Selbstbehalt).
Beispiel 5: Spitalgruppe in der Ostschweiz
| Parameter | Details |
|---|---|
| Mitarbeitende | 650 |
| Umsatz | CHF 180 Mio. |
| Branche | Gesundheitswesen (sehr hohe Risikoklasse) |
| Gespeicherte Daten | Patientendaten, medizinische Daten |
| IT-Security | MFA, Backups, SIEM, SOC, Pen-Testing |
| Deckungssumme | CHF 10 Mio. |
| Selbstbehalt | CHF 50’000 |
| Jahresprämie | CHF 24’000 |
Schadensszenario: Grosser Ransomware-Angriff, gesamtes Klinikinformationssystem verschlüsselt. Notbetrieb: 18 Tage, eingeschränkter Betrieb: weitere 30 Tage. Kosten: IT-Forensik CHF 180’000, Datenwiederherstellung CHF 250’000, Betriebsunterbrechung CHF 2.1 Mio., Krisenmanagement CHF 85’000, Rechtskosten CHF 120’000, Benachrichtigung Patienten CHF 280’000. Total: CHF 3.015 Mio. — gedeckt.
Diese Beispiele zeigen: Die Cyberversicherung rechnet sich in jedem Szenario. Lassen Sie von BTAG Versicherungsbroker AG Ihr individuelles Risikoprofil analysieren und eine massgeschneiderte Offerte erstellen.
5 Tipps, um Ihre Cyberversicherungs-Prämie zu senken
Tipp 1: IT-Sicherheit verbessern (Spareffekt: bis zu 35 %)
Investitionen in IT-Security senken nicht nur Ihr Cyberrisiko, sondern auch Ihre Versicherungsprämie. Die drei wirkungsvollsten Massnahmen:
- MFA für alle Remote-Zugriffe und Administratoren → Rabatt: 5–10 %
- Tägliches Offline-Backup mit regelmässigen Restore-Tests → Rabatt: 5–8 %
- Jährliche Mitarbeiterschulungen (Phishing-Simulationen) → Rabatt: 3–5 %
Tipp 2: Selbstbehalt optimieren (Spareffekt: bis zu 30 %)
Wählen Sie einen Selbstbehalt, den Sie im Ernstfall problemlos tragen können. Für die meisten KMU ist ein Selbstbehalt von CHF 5’000–10’000 optimal — niedrig genug, um keinen finanziellen Stress zu verursachen, aber hoch genug für eine signifikante Prämienreduktion.
Tipp 3: Deckungssumme realistisch wählen (Spareffekt: variabel)
Weder zu viel noch zu wenig Deckung ist ideal:
- Zu wenig: Im Schadenfall bleiben Sie auf hohen Kosten sitzen
- Zu viel: Sie zahlen Prämie für Deckung, die Sie nicht brauchen
Faustregel: Deckungssumme = 3× Monatsumsatz, mindestens aber CHF 500’000.
Tipp 4: Broker nutzen (Spareffekt: 10–25 %)
Ein unabhängiger Broker wie BTAG Versicherungsbroker AG kann:
- Alle Anbieter vergleichen und den besten Preis finden
- Rabatte verhandeln, die Direktkunden nicht erhalten
- Deckungslücken identifizieren und schliessen
- Im Schadenfall als Ihr Vertreter gegenüber dem Versicherer agieren
Die Broker-Courtage wird vom Versicherer bezahlt — für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Tipp 5: Mehrjahresvertrag prüfen (Spareffekt: 5–10 %)
Wenn Sie von Ihrem Versicherer überzeugt sind, kann ein 2- oder 3-Jahresvertrag 5–10 % Rabatt bringen. Aber Achtung: Sie verlieren die Flexibilität zum jährlichen Wechsel. In einem sich schnell verändernden Markt kann das nachteilig sein.
Prämienentwicklung in der Schweiz: Wohin geht der Trend?
Historische Prämienentwicklung
| Jahr | Prämienniveau (Index) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2020 | 100 (Basis) | — |
| 2021 | 125 | +25 % |
| 2022 | 148 | +18 % |
| 2023 | 155 | +5 % |
| 2024 | 150 | –3 % |
| 2025 | 145 | –3 % |
| 2026 (Prognose) | 142 | –2 % |
Erklärung: Nach dem starken Prämienanstieg 2020–2022 (getrieben durch die Ransomware-Welle) haben sich die Prämien 2023/2024 stabilisiert und zeigen seit 2024 sogar einen leichten Rückgang. Gründe:
- Mehr Wettbewerb durch neue Anbieter
- Bessere IT-Security bei den Versicherten
- Verbesserte Risikomodelle der Versicherer
- Tiefere Schadenquoten als erwartet
Prognose für 2026/2027: Die Prämien bleiben stabil bis leicht rückläufig (–2 bis +3 %). Ein einzelnes Grossschadenereignis (z. B. ein globaler Ransomware-Angriff auf verbreitete Software) könnte jedoch jederzeit eine Prämienkorrektur nach oben auslösen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet eine Cyberversicherung für ein kleines KMU mit 10 Mitarbeitenden?
Für ein KMU mit 10 Mitarbeitenden und einer Deckungssumme von CHF 250’000 bis CHF 500’000 liegen die Jahresprämien typischerweise zwischen CHF 400 und CHF 2’000. Der genaue Preis hängt von der Branche, dem Umsatz und dem IT-Sicherheitsniveau ab. Ein Handwerksbetrieb zahlt am unteren Ende, eine Arztpraxis am oberen Ende.
Kann ich die Prämie monatlich zahlen?
Die meisten Schweizer Versicherer bieten jährliche, halbjährliche oder quartalsweise Zahlung an. Monatliche Zahlung ist selten verfügbar. Bei nicht-jährlicher Zahlung fällt in der Regel ein Ratenzuschlag von 3–5 % an.
Lohnt sich eine Cyberversicherung für Einzelunternehmen?
Ja, insbesondere wenn Sie Kundendaten verarbeiten oder Ihre Geschäftstätigkeit von IT abhängt. Bereits ein einfacher Ransomware-Angriff auf Ihren Laptop kann Kosten von CHF 10’000–30’000 verursachen. Bei einer Jahresprämie von CHF 400–800 ist das Verhältnis klar zugunsten der Versicherung.
Warum sind die Prämien in der Schweiz höher als in Deutschland?
Die Prämien in der Schweiz sind ca. 20–40 % höher als in Deutschland. Gründe: höheres Lohn- und Kostenniveau (IT-Forensiker, Anwälte), höhere Deckungssummen (CHF vs. EUR), strengeres Datenschutzrecht (nDSG) und kleinerer, weniger wettbewerbsintensiver Markt.
Welche Kosten sind im Schadenfall NICHT gedeckt?
Typischerweise nicht gedeckt sind: indirekte Kosten (langfristiger Kundenverlust, strategische Neuausrichtung), Investitionen in IT-Security nach dem Vorfall (Upgrade der Infrastruktur), interne Arbeitszeit des eigenen IT-Teams, Reputationsschäden die über die Police-Laufzeit hinausgehen, und Bussgelder in Kantonen, die deren Versicherbarkeit ausschliessen.
Steigen die Prämien nach einem Schadenfall?
In der Regel ja. Nach einem Schadenfall muss mit einer Prämienerhöhung von 20–50 % bei der nächsten Vertragsverlängerung gerechnet werden. Bei schweren Schäden kann der Versicherer den Vertrag auch kündigen. Ein Broker kann Ihnen helfen, nach einem Schadenfall eine neue, faire Police zu finden.
Kann ich die Cyberversicherungs-Prämie von der Steuer absetzen?
Ja. Cyberversicherungsprämien sind für Unternehmen als geschäftsmässig begründeter Aufwand vollständig steuerlich absetzbar — sowohl bei der direkten Bundessteuer als auch bei den Kantonssteuern. Bei einem effektiven Steuersatz von 18–22 % reduziert sich eine Prämie von CHF 5’000 effektiv auf CHF 3’900–4’100.
Fazit: Die richtige Cyberversicherung zum besten Preis
Die Kosten für eine Cyberversicherung in der Schweiz sind in den letzten zwei Jahren stabiler geworden und bieten aktuell ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die wichtigsten Punkte:
- Privatpersonen sind ab CHF 40/Jahr geschützt
- KMU zahlen zwischen CHF 400 und CHF 10’000/Jahr je nach Grösse und Branche
- Der ROI liegt bei 180–800 % — die Versicherung rechnet sich klar
- IT-Security-Investitionen senken die Prämie um bis zu 35 %
- Ein Broker-Vergleich spart zusätzlich 10–25 %
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