Ransomware (Play)

Xplain Ransomware-Angriff

Der Ransomware-Angriff auf Xplain betraf über 900 GB Schweizer Behördendaten. Analyse des Vorfalls und warum eine Cyberversicherung geholfen hätte.

Xplain Ransomware-Angriff

Was ist passiert?

Im Jahr 2023/2024 wurde die Xplain AG, ein Schweizer IT-Dienstleister für Behörden, Opfer eines Ransomware-Angriffs der Gruppe «Play». Über 900 GB an sensiblen Daten wurden gestohlen und im Darknet veröffentlicht.

Wer war betroffen?

  • Xplain AG selbst
  • Schweizer Bundesbehörden (Fedpol, BAZL, SEM und weitere)
  • Kantonale Behörden und Polizeikorps
  • Tausende von Bürgerinnen und Bürgern, deren Daten betroffen waren

Wie gross war der Schaden?

  • IT-Forensik und Incident Response: Geschätzte Kosten von mehreren Millionen CHF
  • Reputationsschaden: Vertrauensverlust bei Behördenkunden
  • Regulatorische Folgen: Untersuchungen durch EDÖB
  • Betriebsunterbrechung: Wochen eingeschränkter Betrieb

Hätte eine Cyberversicherung geholfen?

Ja. Eine umfassende Cyberversicherung hätte folgende Kosten gedeckt:

KostenpositionGeschätzte KostenGedeckt?
IT-ForensikCHF 500’000+Ja
RechtsberatungCHF 300’000+Ja
Benachrichtigung BetroffenerCHF 200’000+Ja
BetriebsunterbrechungCHF 1’000’000+Ja
Krisenmanagement/PRCHF 100’000+Ja

Lehren für Schweizer KMU

  1. Supply-Chain-Risiko: Auch wenn Ihr Unternehmen nicht direkt angegriffen wird, kann ein Angriff auf einen Zulieferer Sie treffen.
  2. Datenschutz-Pflichten: Mit dem nDSG (seit 1.9.2023) sind die Melde- und Informationspflichten strenger geworden.
  3. Versicherung für die gesamte Lieferkette: Prüfen Sie, ob Ihre IT-Partner versichert sind.

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