Cyberangriff auf Gemeindeverwaltung Matten — Systeme verschlüsselt, Daten gerettet

Die Gemeindeverwaltung Matten bei Interlaken wurde am Wochenende vom 14.–15. März 2026 Opfer eines Cyberangriffs. Einzelne Dateien wurden verschlüsselt, sensible Daten blieben unversehrt.

Was ist passiert?

Am Wochenende vom 14. bis 15. März 2026 wurde die IT-Infrastruktur der Gemeindeverwaltung Matten bei Interlaken durch einen Cyberangriff kompromittiert. Unbekannte verschlüsselten einzelne Dateien auf den Systemen der Verwaltung — ein typisches Ransomware-Muster.

Der Gemeinderat reagierte umgehend: Externe Spezialistinnen und Spezialisten wurden beigezogen, um die Systeme wiederherzustellen, eine forensische Analyse durchzuführen und Beweise zu sichern. Zudem wurde die Kantonspolizei informiert und Anzeige erstattet.

Wer ist betroffen?

Laut Gemeinderat blieben die zentralen Systeme verschont. Weder Einwohnerdaten, Ausländerregister, Finanzsysteme noch die Geschäftsverwaltungsapplikation wurden kompromittiert. Die verschlüsselten Dateien konnten vollständig wiederhergestellt werden, und es gibt laut Gemeinde keine Hinweise auf einen Datenabfluss.

Der Betrieb der Verwaltung konnte durchgehend aufrechterhalten werden.

Einordnung und Versicherungsbezug

Der Vorfall in Matten zeigt ein Muster, das sich in der Schweiz häuft: Gemeinden und öffentliche Verwaltungen geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Seit der Einführung der Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen wurden über 260 Angriffe beim BACS gemeldet — die öffentliche Verwaltung gehört zu den am häufigsten betroffenen Sektoren.

Matten hatte Glück: Die Verschlüsselung blieb auf einzelne Dateien beschränkt und konnte rückgängig gemacht werden. Doch in vielen ähnlichen Fällen — wie beim Angriff auf Concevis oder der Xplain-Ransomware — führen solche Angriffe auf Verwaltungssysteme zu wochenlangen Ausfällen und dem Abfluss hochsensibler Daten.

Eine Cyberversicherung für Gemeinden hätte im Fall Matten die Kosten für forensische Untersuchung, externe IT-Spezialisten und die Systemwiederherstellung gedeckt. Bei einem gravierenderen Verlauf — etwa mit Datenabfluss und Betriebsunterbruch — können die Kosten schnell in die Hunderttausende Franken steigen.

Was Gemeinden jetzt tun sollten

  • ICT-Systeme härten und Netzwerke segmentieren
  • Regelmässige Backups offline und getrennt vom Netzwerk aufbewahren
  • Mitarbeitende schulen — viele Angriffe beginnen mit Phishing-E-Mails
  • Incident-Response-Plan erstellen und regelmässig testen
  • Cyberversicherung evaluieren — speziell für öffentliche Verwaltungen

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