Was die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt
Das Bundesamt für Statistik erfasste 2025 57’761 Straftaten mit digitalem Tatvorgehen. 2024 waren es 59’034; das entspricht einem Rückgang von rund 2,2 Prozent.
Die Entwicklung ist nicht in allen Kategorien gleich:
- 54’247 Fälle entfielen auf Cyber-Wirtschaftskriminalität.
- 7’409 Phishing-Fälle wurden registriert, nach 5’930 im Vorjahr — ein Plus von 24,9 Prozent.
- 560 Fälle wurden als CEO-/BEC-Betrug erfasst, nach 504 im Jahr 2024.
- 229 Fälle betrafen Ransomware, nach 174 im Vorjahr.
Polizeilich registrierte Straftaten und freiwillige Meldungen an das BACS sind unterschiedliche Statistiken und dürfen nicht addiert oder direkt gleichgesetzt werden.
Was Unternehmen daraus ableiten können
Die Zahlen liefern keine individuelle Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie zeigen aber, dass Zahlungs- und Zugangsdatenprozesse besondere Aufmerksamkeit verdienen:
- Zahlungsänderungen über einen zweiten, bekannten Kanal bestätigen
- Multi-Faktor-Authentifizierung für E-Mail und administrative Zugänge einsetzen
- verdächtige Nachrichten einfach intern melden lassen
- Backups regelmässig wiederherstellen und Zugänge getrennt schützen
- Rollen für Forensik, Kommunikation und Behördenmeldungen vorab festlegen
Ob eine Versicherung Betrugsverluste, Betriebsunterbruch oder Krisenkosten übernimmt, hängt von Wortlaut, Sublimiten, Voraussetzungen und Ausschlüssen der konkreten Police ab.